Jun 242017
 

Der Name Johann Stüdl wird in der Region Osttirol mit dem Großglockner so sehr verbunden wie kaum ein zweiter. Und das mit gutem Grund, denn ohne seine Hilfe wäre eine Erschließung des höchsten Bergs Österreichs von der Tiroler Seite aus erst viel später möglich gewesen.

Der Ort, der für uns wie für eine Geschichte gemacht erschien, war nun genau der Großglockner. Im Speziellen natürlich aufgrund unseres Aufenthalts in Osttirol die Besteigung über den neuen Kalser Weg, der wie der Name schon sagt vom Lucknerhaus bei Kals in Osttirol knapp 1900 Höhenmeter bis zum Gipfel überwindet.

Auf dem Weg bis dahin liegen neben Lucknerhaus auch noch die Lucknerhütte und die nach dem Glocknerherr benannte Stüdlhütte. Je nach Aufstiegsweg kann auch noch ein Zwischenstopp auf der Erzherzog-Johann-Hütte (in Bergsteigerkreisen als Adlersruh‘ bekannt) auf dem Weg zum Gipfel eingelegt werden.

Für uns gings jedoch auf dem Themenweg „Glocknerspur“ los, bei dem man interaktiv die Umgebung und Natur des Berges erkunden konnte und zudem einiges von der Alpingeschichte erfuhr. An den verschiedenen Stationen hangelten wir uns aufwärts und kamen nach 50 unterhaltsamen Minuten bei der Lucknerhütte an. Nach einer kurzen Stärkung mit einer lokalen Spezialität in flüssiger Form waren auch die Energietanks wieder voll.

Beim weiteren Aufstieg wurden wir fast durchgehend mit dem Blick auf den Großglockner belohnt und so verging die Zeit wie im Fluge. Beim Hochgehen durften wir auch noch einen Blick auf einen der drei bekannten weißen Rehböche werfen. Oben angekommen wurden wir bereits von der Stüdlhütte erwartet, in die wir nach einem kurzen Blick auf die Gletscherabbruchkante des Glockners einkehrten. Unter der Leitung von Hüttenwirt Georg wird hier den Gästen eine ausgezeichnete Qualität aufgetischt, die man so auf einer Höhe von 2802m nicht unbedingt erwarten würde. Untermalt wurde das Essen von musikalischer Begleitung des zweiten Bürgermeisters von Kals mit der Trompete.

Themenweg "Glocknerspur"

Die Verlockungen der Speisekarte waren allerdings wohl zu groß für uns und so fanden wir uns zwei Stunden später in einem rundum übersättigten Zustand auf der Sonnenterrasse der Hütte wieder. Es gibt Schlimmeres als reichlich vieles Essen, allerdings bei 900m Abstieg nicht unbedingt die erste Wahl.
So wurde kurzerhand beschlossen den Energiebedarf auf ein Maximum zu schrauben und erste Erfahrungen im Trail Running zu sammeln.

Innerhalb kürzester Zeit waren wir auch wieder beim Parkplatz und es war tatsächlich wieder Platz in unseren Mägen.

Das ist insofern wichtig, weil es nach einer kurzen Dusche im Hotel für uns dann schon wieder weiter ging zur Roaneralm, wo wir neben der grandiosen Aussicht auch noch das unschlagbar gute Essen genießen wollten.

Wirtin Lydia tischte uns fünf Gänge auf, wobei jeder Gang den vorherigen nochmals toppte, obwohl wir das nicht für möglich hielten. U.a. frischer Fisch kombiniert mit regionalen Produkten verwöhnten unsere Gaumen bis zu einem Gefühl absoluter Glückseligkeit.

Untermalt wurde das Ganze vom Hobby-Musiker Hans mit Gitarrenklängen und Gesang und dem perfekten Service in der Alm.

Ein absoluter Geheimtipp und wer dort mal in der Gegend ist und gerne gut isst, muss definitiv der Roaneralm einen Besuch abstatten.

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