Jun 262017
 

Sonntag war leider schon der letzte Tag unserer Osttirol-Reise – kaum vorstellbar, weil wir uns inzwischen wie zu Hause fühlen. Egal wo wir hinkommen, jeder hält ein Schwätzchen mit uns, teilt ein Gläschen Schnaps, den neuesten Gossip – daran kann man sich schnell gewöhnen.

Am letzten Tag stand nochmal ein Highlight an: Aufstieg zur Karlsbader Hütte mit Klettersteig und anschließendem Klettern im Kletterparadies rund um die Hütte. Um genügend Zeit zu haben ging es schon um 7:00 erst zum Dolomitenhaus um unsere Bergführer Isidor und Matthias zu treffen. Hielt das Wetter auch anfangs noch, was die letzten Tage mit ihrem Traumwetter versprochen hatten, so sah es ziemlich schnell ziemlich düster aus. Angesichts des strömenden Regens und des immer noch anhaltenden Gewitters vom Vorabend kam der Klettersteig nicht in Frage – viel zu gefährlich! Also auf dem Normalweg nach oben um dort weiterzuschauen. Flo und ich machten das beste aus dem Wetter, zogen die Regenjacken aus und gaben ordentlich Gas beim Aufstieg. Nass bis auf die Haut konnten wir uns zum Glück bei Hüttenwirtin Edith am Holzofen wie die Grillhendl trocknen lassen, während vor der Hütte weiterhin Weltuntergangswetter angesagt war. Was also tun? Flo und ich nutzten die Gelegenheit zum Powernap um uns von den vielen Highlights der letzten Tage zu erholen. Leider war auch nach dem Aufstehen noch keine Besserung in Sicht – die brachte erst das Mittagessen, leckere Spinatnocken, die die Wolken vertrieben und tatsächlich für Sonnenschein sorgten!

Es gibt kein schlechtes Wetter

Ein kleines Wunder! Und die Chance das mitgeschleppte Klettersteigset doch noch auszuprobieren. Isi und Matthias gaben uns eine professionelle Einführung und schon stürzten wir uns in die erste Ferrata – eine Mordsgaudi! Die Freude war so groß, dass wir direkt die Chance zum Bad im nächsten Bergsee (unsere heimliche Passion) nutzten, bevor es weiterging mit Kraxel-Übungen. Wir probierten uns am Toprope-Klettern, stellten uns erstaunlich gut an – wenn man den erfahrenen Anfeuerern aka Bergführern glauben schenken möchte: „Super! Ja Wahnsinn! Die neuen Huaberbuam!“ Es bleibt der Verdacht, dass es trotz der Lobpreisungen noch ein weiter Weg bis zum El Capitan ist, den wir uns spontan als nächstes sportliches Ziel auserkoren haben…

Viel zu schnell verging jetzt die Zeit bei Sonnenschein und Klettererfolgserlebnissen, so dass wir viel zu früh wieder zur Karlsbader Hütte, dem Abschiedschnaps und Abstieg zurückkehren mussten, aber immerhin hatten wir noch die gesamte Heimreise vor uns. So bleibt festzuhalten, dass uns der letzte Tag mit ganz viel Inspiration nach Haus schickt – wir sind angefixt aufs Klettern und planen schon die nächsten Berg- und Klettertouren, auch die Großglocknerbesteigung steht auf unserer Liste. Mit all der Euphorie, großen Plänen und tollen Erinnerungen im Gepäck ging es ab nach Hause Richtung München – aber wir kommen wieder, keine Frage!

Danke Eva und alle anderen, die unseren Aufenthalt unvergesslich und wahnsinnig intensiv gemacht haben, danke Osttirol, das uns jeden Tag aufs Neue überrascht hat und danke Best of Wandern fürs Möglichmachen. Wir hatten die beste Zeit und kommen definitiv wieder!

Flo & Philip

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