Jun 262017
 

So, nun ist es endlich soweit. Wir sind ungeduldig, wie zwei quängelnde Kinder und wollen so schnell, wie möglich Mountainbike fahren :).

Leider ist heute auch unser Abreisetag, also erst einmal Auto packen und uns von der aufmerksamen und freundlichen Familie Koller verabschieden…Wir möchten uns hiermit noch einmal für die schönen Tage im Landhaus Koller in Gosau bedanken. Aufmerksamer Service, sehr nette Bedienungen, großartiges Essen, geschmackvolle Ausstattung und ein traumhafter Ausblick auf den Gosaukamm.

Los geht`s nach Gosau, um 10:00 Uhr treffen wir uns mit Helmut.

Im NEMO-POINT E-Bike-Verleih in Gosau treffen wir uns für eine Tour zur Goisererhütte (1592m) am Hoch Kalmberg. An dieser Stelle auch vielen Dank an die kurze Einweisung von Karl. Da Gosau auf 780m Höhe liegt, wissen wir, was uns höhentechnisch erwarten wird.

Pünktlich zum Start ist auch der Regen da. Erst einzelne Tropfen, dann leichte Schauer, dann Regen ohne Ende und zum Abschluss noch ein wenig Gewitter dabei, wäre ja sonst auch viel zu einfach. So eine Tour bei Sonne kann ja jeder :).

Bereits auf halber Strecke (rot markiert) in Richtung Kalmberg hat die Feuchtigkeit bereits unsere Unterwäsche erreicht. Wir kämpfen uns über die Schotterpiste gefühlte 20% Steigungen und Kehren (OK – wahrscheinlich um die 13-15%) hinauf und fragen uns, wie man diese Steigungen überhaupt ohne Akku schaffen kann. Der Regen von oben – der hellgraue Schlamm der Piste von unten – unsere Kleidung hat irgendwie nicht mehr die gleiche Farbe, wie vorher und ist ca. 2 Kg schwerer geworden. Hier geht es für Fahrzeuge nicht mehr weiter (Privatweg).

Wir parken die E-Bikes unter einer Fichte und Helmut schliesst die 3 Fahrräder mit einer dicken Eisenkette (übrigens die ganze Zeit im Rucksack von Helmut) ab. Sicher ist sicher, schließlich kosten die E-Bikes ca. 4.500-5000 EUR/Stück. So, nun das nasse T-Shirt ganz aus und einen klammen Fleece-Pullover und Regenjacke aus dem Rucksack an. OK,die Hose bleibt zu 100% nass.

Nun noch ein gemütlicher, steiler Anstieg über Stock und Stein von 1 Stunde durch den Wald und vorbei an ein paar urigen Holzhütten. Hatte ich schon erwähnt, dass die Schuhe auch bereits vollgelaufen sind? Mit einer Art Schmatzgeräusch beim Wandern geht es unermüdlich weiter hoch (grün markiert).

 

  

Zum Glück ist der Regen noch stärker geworden :).

Endlich kommen wir in der Goisererhütte an. Komisch, wir sind die Einzigen heute. Gewohnheitsmäßig ziehe ich die nassen Schuhe aus, nur um festzustellen, daß die nassen Socken noch mehr Unheil auf dem Fußboden verursachen.

 

Ein kurzer Moment voller Freude über ein alkoholfreies Weizenbier und Kaiserschmarn und zum Abschluß noch einen Kaffee für die Wärme von innen. Ruhe und Müdigkeit kehren ein. Wenn jetzt der Kachelofen noch an wäre, dann…. „zzzzzzz schnarch zzzzzzz“.

Nach ca. 1 Stunde wollen wir den Abstieg angehen. Es blitzt und donnert und der Regen – wie gehabt. Jetzt noch schön mit nasser Hose und nassen Socken in die noch nasseren Wanderschuhe – da war es wieder, das Geräusch.

Wir wandern zunächst wie in Trance zurück zu unseren E-Bikes und freuen uns dann riesig auf die steile Abfahrt. Der Dreck fliegt nur so an uns vorbei – zum Teil jedenfalls. Die Abfahrt wird aufregend und rasant. Man spürt den enomen Drang der E-Bikes nach unten. Bremsen komplett loslassen unmöglich. Wir rasen runter, bremsen wie wahnsinnig in den Kehren, um nicht auf dem Schotter über das Ziel hinaus zu schiessen und sind glücklich, ja wirklich, wir sind sehr glücklich. Die Abfahrt entschädigt für alles. Noch kurz ein Ausweichmanöver um einen querenden Rehbock – puh, noch mal gut gegangen. Angekommen im NEMO-POINT E-Bike Verleih in Gosau sieht man unsere zwei glücklichen Gesichter. Das dritte glückliche Gesicht (Helmut) muss uns gerade fotografieren und ist schon mit der Reinigung der Räder beschäftigt, während wir noch irgend etwas Trockenes im Auto suchen und uns im Laden komplett inklusive Unterwäsche umziehen, um trocken nach Hause zu fahren (10 Stunden inkl. Zwischenstopp im Spessart, allerdings nicht bei Jessica und Nicole, sondern auf dem Rastplatz).

 

Unser Resumé:

Wir haben ein paar wirklich geniale Tage zusammen erlebt und konnten unser Glück kaum fassen. Außerdem hatten wir endlich mal wieder Zeit für ein paar Bier und ein paar längere Unterhaltungen unter alten Schulfreunden, die sonst immer zu kurz kamen. Vielen Dank an Verena Weiße, Frau Grill, Frau Binder, Familie Koller, Karl und einen ganz besonderen Dank für die tolle Betreuung durch unseren Tourenguide Helmut Gapp!!

 

Vielen Dank für das Best-of-Wandern-Erlebnis in Dachstein / Salzkammergut – wir kommen gerne wieder an diesen tollen Ort!

 

Marcel + Michael

 

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