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Ins Holz gehen (das war gestern, Donnerstag) – Live-Blog Weggefährten 2014
Jun 132014
 

Nach nunmehr eineinhalb Tagen, in denen auch das WLAN der Urlaubsunterkunft den Dienst versagte, so daß wir notgedrungen „stumm“ bleiben mußten, können wir jetzt wenigstens wieder ins Internet, so daß mit einem Tag Verspätung ein weiterer Wortbeitrag verfaßt werden kann.

Nach Ablaufplanung sollte es – vorzugsweise – mit dem Förster oder dem Jäger in den Wald gehen, zwecks Erbauung und Information. Jedoch, der Förster hat im Moment offenbar andere Sorgen und wir wollten ihn bei der Lösung seiner Probleme nicht stören. Und der Jäger? Nun, „den Jäger“ gibts im Alpenraum nicht. „S Jaga“ ist hier seit jeher Privatsache des ehrlichen und angesehenen Wilderers oder es ist  professionelle Betätigung des vom Jagdherrn angestellten Wildhüters, woraus sich – nachzulesen bei Ganghofer und anderen namhaften Autoren – manch westernmäßige Schießerei ergab. Auch dabei wollten wir nicht stören.

Aber warum nicht auf andere Weise „ins Holz“. Hier in Radstadt gibt es ein lokal bekanntes Original, den Sauschneid Sepp. Der sitzt eine stattliche Zahl von Höhenmetern über dem Ort auf einer Almhütte bzw. in einer nebenan zur Werkstatt umgebauten Scheune und sägt, schnitzt und meißelt alle Arten von Holzfiguren und Holzgeräten, von dekorativ bis zur Nutzung bestimmt, und oft genug beides, aus Blöcken, die er sich nach Bedarf aus seinem Zirbenwald fällt.

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Unerreicht ist seine Fähigkeit, Holzketten aus einem einzigen Holzstück (ohne jegliche Verbindungsöffnung der einzelnen Kettenglieder) herzustellen, die etwa zur Regenableitung von Dachrinnen dienen können.

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Und nebenher ist er ein belesener Mann und Philosoph, der – wie er nicht ohne Stolz erzählt – nebenher und stundenweise einen Lehrauftrag als Professor in „Seppologie“ wahrnimmt. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt ganz akkurat wiedergebe, aber es ist wohl so zu verstehen, daß er an einer der örtlichen Schulen Werkkunde oder so etwas unterrichtet und seine Wissensvermittlung mit allerlei spontan gebildeten, scharfsinnig-ironischen bis tiefsinnigen Lebensweisheiten würzt. Aber das soll – bitteschön – keineswegs als abwertende Einschätzung von oben herab verstanden werden: Seine Art ist ganz sicher nicht die schlechteste Methode, junge Menschen einerseits am Lehrstoff interessiert zu halten und sie andererseits dazu zu befähigen, kritisch auch über den eigenen noch schwach ausgeprägten Horizont hinaus zu denken. Stereotype Gestalten haben wir in Verwaltung, Wirtschaft, Bildungswesen und Politik doch genug und übergenug. Wo aber sind die originalen Charaktere geblieben, die sich noch ihre eigene Meinung bilden und sie vertreten?

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Nun ja, ein solches Fossil konnten wir also noch kennenlernen. Umgeben von fertigen, halbfertigen und im Entwurfsstadium verbliebenen Holzarbeiten und dem Geruch von frischem wie abgelagertem Zirbenholz.

 

Also waren wir auf diese Weise nach einem Anstieg bei schönem Wetter eben „im Holz“. Unterwegs trafen wir Weggefährten anderer Art: eine Kindergruppe, die mit Ponys ausritt und an der Stelle, die wir zum Rastplatz gewählt hatten, sich und den Pferdchen ebenfalls eine Rast gönnten;

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und Kühe auf der Weide, die sehr besorgt  taten, wenn ihre Kälbchen uns neugierig zu nahe kamen.

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Leider war unsere Suche nach Gelbbauchunken, die sich – vor allem, wenn sie sich tot stellen – sehr gut auf Nahaufnahme-Fotos machen, vergeblich. Aber da uns das mit Fotos posten hier sowieso nicht gelingen will, ist das eigentlich auch egal.

Da wir nach dem Schnupperkurs in Seppologie nicht sofort wieder absteigen wollten, gönnten wir uns zwei Apfelsaftschorle im nicht allzuweit vom Sepp gelegenen Inntalviertel-Berggasthaus, und machten uns anschließend auf den weiteren Anstiegt zur Lechner-Alm, von wo aus wir vielleicht noch zur noch erheblich höher gelegenen Tränker-Alm hätten gelangen können. Die vage Formulierung war bereits in gestriger Echtzeit schon gewählt worden: westlich von uns grummelte es jetzt erheblich aus einem von Cumulonimbuswolken verhängten Himmel, und die Höhenströmung ließ nicht abschätzen, ob uns das Unwetter erreichen oder an uns vorbeiziehen werde.

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Sicherheitshalber brachen wir kurz unterhalb der Lechner-Alm ab, suchten nochmal kurz den Sauschneid Sepp heim, um die Ernsthaftigkeit des gesellschaftlich verordneten Daseins nochmals in Frage zu stellen,

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und kehrten dann auf einem anderen Weg als gekommen ins Tal zurück.

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Kurz erwischten uns je zwei Regentropfen, aber Jeff Green’s vorsorglich mit eingepackte Regenjacke kam nicht zum Einsatz. Man darf sich von ein bißchen Wasser nicht ins Bockshorn jagen lassen.

Diese Einstellung schien auch das Unwetter zu beeindrucken, denn es brach erst los, nachdem wir schon lange sicher wieder in der Unterkunft gelandet waren, wo wir erneut unseren erfolglosen Kampf mit den elektronischen Medien ausfochten. Irgendwann muß man wissen, wann man verloren hat; so lautet eine alte Feldherrenregel.*) Also überließen wir die Elektronik sich selbst und uns einem nachmittäglichen Schlummer, bis uns das Bedürfnis nach einigen Feierabend-Bierchen und nach einem ausgiebigen Abendessen wieder erwachen ließ.

Fotos setzen wir in einer nachträglichen Überarbeitung ‚rein, falls wir das noch auf die Reihe bekommen. Für heute sind wir zufrieden, überhaupt erstmal wieder ins Internet gelangt zu sein und diesen Beitrag verfaßt zu haben. Und damit ist es jetzt auch genug, den Beitrag über den heutigen Tag (Freitag, dem „Überraschungstag“ der „Gefährtenträume“) müssen wir verschieben. Sonst artet das Ganze noch in Arbeit aus, was euch vielleicht egal ist; aber uns nicht!!

Liebe Grüße den anderen Weggefährten-Teams

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*) Wie man sieht, haben in nachträglicher Bearbeitung die elektronischen Medien doch verloren!!

 

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