Jun 152015
 

Nachdem wir aus programmtechnischen Gründen (dazu später mehr) gestern kein WLAN zur Verfügung hatten, nun der Samstags-Beitrag:

Nachdem wir beim Abendessen zufällig Teil eines Fests (der Wirtin vom Gribelehof?) wurden, bei dem wir auch Lose bei der Tombola ziehen durften (und sogar etwas gewonnen haben), der Blaskapelle und danach Cilli und Eva lauschen durften, stand heute der Aufstieg zur Moosalm auf dem Programm, die gleichzeitig unser Domizil für die Nacht war, den wir auf eigene Faust bewältigen sollten.

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Wir starteten zunächst gemütlich und mit leichtem Gepäck und schlenderten bei milden 30°C (!) zunächst über den Stadtmarkt in Lienz. Angeboten wurden alle erdenklichen regionalen Produkte aus Osttirol. Nur unsere vom Frühstück im Gribelehof wohl gefüllten Mägen konnten uns davon abhalten, uns einmal querbeet durchzuprobieren: Schlipfkrapfen, Speck, Kaspressknödeln, Kuchen, Gebirgshonig, Hirschwürstel, Bergkäse – uns läuft gerade schon wieder das Wasser im Mund zusammen…

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Wandern – wir waren ja zum Wandern gekommen. Also rauf geht`s nach: Zunächst nach Leisach in die Nachbargemeinde, wo wir uns die Kirche anschauten, die zugleich Gelegenheit bot kurz inne zu halten und die kühle Stille zu genießen.

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Dann machten wir uns über einen Umweg auf zur Moosalm. Der Umweg führte uns über das Reiter Kirchl bei Hochstein auf 1.130 m Höhe. Das Kirchl ist Teil einer Alm, wo die Kühe noch mit Glocken bestückt sind – scheinbar gerade so, damit auch ja nichts den Panoramablick auf die Lienzer Dolomiten beeinträchtigt.

Wir kühlten uns kurz am Brunnen ab, zündeten, wie es sich gehört, eine Kerze im Kirchl an, und genossen den wohlverdienten Anblick. Wenn wir nicht in zwei Wochen heiraten würden, wer weiß, ob wir nicht einfach dort geblieben wären?

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Nachdem wir uns endlich von unserer Bank losgeeist (merke den Gegensatz zu den 30°C) hatten, hatten wir auch nur noch eine gute halbe Stunde bis zur Moosalm – wir brauchen nicht zu erwähnen, dass die Ausblicke zwischendurch einfach toll waren, ebenso die Bergwiesen, der Wald, die Luft, die Gebirgsbächle,…

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Besonders erwähnen wollten neben unserem Domizil noch den Speichersee, der ein paar hundert Meter über der Alm gelegen war. Interessant war dort nicht nur die Tatsache, dass man wegen des glasklaren Wasser bis auf den Grund sehen konnte, sondern auch die Molche, die wir dort beinahe scharenweise beobachten konnten. Bei uns sind die ja nahezu ausgestorben.

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Auf der Moosalm wohnten wir nun nicht im Hotel, sondern ganz für uns allein im Stadl (oder auf dem Stadl?), einer Hütte mitten in der Bergwiese über dem Hotel, mit ehemaligem Stall unten, die im Übrigen zur Ferienwohnung ausgebaut ist – mit Strom, Bad, Kachelofen und was man sonst noch so braucht. Vor allem aber hatte das Stadel eines: DEN Blick über das Lienzer Tal.

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Nach dem wir das uns eigens heraufgebrachte Vesper verspeist hatten:

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Mehr brauchen wir dazu nicht zu sagen, oder?

Schauten wir uns das Herz-Jesu-Bergfeuer an. Dabei handelt es sich um einen alten Brauch, bei dem die Berghänge rings um Lienz von einzelnen Feuern erleuchtet sind, die zum Teil zu Symbolen wie Kreuzen oder auch einem Herz geformt sind.

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Auf welch verrückte Ideen die Osttiroler doch kommen! Uns hat es jedenfalls sehr gefallen auf unserem Balkon das nächtliche Brauchtum zu bestaunen…

 

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