„Ain’t no mountain high enough“

Unsere kleine Jause
Unsere kleine Jause

FREYA schreibt:

Drei Damen auf dem Herrenweg. Früher zu Kaiserszeiten trugen hier die Sänftenträger die edlen Herrschaften den Berg hoch. Kaiserin Sissi gelangte so auf die Zwieselalm, heisst es. Aber die Gosauer wissen es besser: Sissi war viel zu sportlich. Eigentlich war es die Köchin, die faul auf der Sänfte sass.

Tragen lassen wir uns nicht – über alte, knorrige Wurzeln steigen wir durch den kühlen Wald. Es riecht nach Fichtennadeln und nassem Waldboden. Vögel zwitschern laut durcheinander. In der Ferne schellen Kuhglocken. Unsere sportliche Wanderführerin Betty marschiert voran. Stoppt plötzlich: da drüben, die gelbe, kugelförmige Blüte. Eine Trollblume. Und dort Fieberklee, geflecktes Knabenkraut, Haarmützenmoos.

Es blüht und sprießt den ganzen Weg entlang. Betty kennt sie alle; bis zur kleinsten Pflanze. “Hier probiert mal die bittere Kreuzblume.” Igitt, wie eckelhaft. Wir riechen an frischem Waldmeister. Erfrischender Minze aromatisiert unser quelfrisches Wasser. Nur unseren Hunger stillen wir damit noch nicht. Zum Picknick gibt es natürlich echte Gosauer Schmankerl: Speck, Dammwildsalami, mageren Käse und frische Butter. Alles extra für uns hochgekarrt von Elisabeth Grill aus dem Tourismusbüro Gosau. Sogar den Tisch haben die Waldarbeiter nur für uns an diese wunderbare Stelle versetzt. Nach dieser deftigen Jause kugeln wir die letzten Kilometer den Berg runter.

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